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Angesichts der weiter zunehmenden Spannungen in der Golfregion sind die Ölpreise erneut deutlich angestiegen. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent legte am Montagmorgen um 2,8 Prozent zu und lag bei 107,54 Dollar pro Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 2,3 Prozent auf 102,34 Dollar. Die Verschärfung der Lage schürte zu Beginn der Woche die Sorge um mögliche Störungen der weltweiten Energieversorgung.

Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht zudem eine weitere wichtige Transportroute zunehmend unter Druck: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte am Freitag mit, die Kontrolle über die Meerenge übernommen zu haben. Zudem schloss Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Huthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, vorübergehend die wichtige Ost-West-Pipeline nach Huthi-Drohnenangriffen.

Gleichzeitig geht der Iran-Krieg weiter: US-Präsident Donald Trump (80) kündigte zwar immer wieder ein Ende der Kämpfe an, doch die Realität sieht anders aus. Zuletzt hatte das US-Militär wieder verstärkt iranische Ziele angegriffen. Das Mullah-Regime hält wiederum weiter die strategisch wichtige Straße von Hormus dicht. Für die Tanker und Containerschiffe gibt es kein Durchkommen.

Die Folgen sind heftig: Nach Daten des ADAC kostete ein Liter Diesel bundesweit am Montagmorgen im Schnitt 2,42 Euro, Super E10 lag bei 2,29 Euro. Angesichts der neuen Eskalation im Nahen Osten und der weiter steigenden Ölpreise drohen die Kraftstoffpreise an den Tankstellen weiter anzuziehen. Zum Vergleich: Im September 2025 kostete der Liter E10 im Durchschnitt nur 1,67 Euro, der Liter Diesel gerade einmal 1,59 Euro.

Sie halten den Welthandel im Würgegriff: Anhänger der Huthi-Miliz

Foto: picture alliance/dpa/AP

Börsen reagieren nervös

Die steigenden Ölpreise und die Aussicht auf höhere Zinsen haben auch die Börsen in Asien belastet. Auslöser sind neue Angriffe auf Saudi-Arabien und Schiffe im Persischen Golf sowie die Sorge vor einer Verknappung des Energieangebots. Brent-Öl verteuerte sich zeitweise um mehr als zwei Prozent auf über 107 Dollar je Barrel.

Nachdem die Inflation überraschend stark gestiegen ist, wird außerdem fest mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed in dieser Woche gerechnet.



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